5 Schritte zum professionellen Foto:
1. Die richtige Beleuchtung

Warum wirkt ein Foto professionell und wie bekommt man das selber hin? Wir erklären was ein technisch einwandfreies Foto ausmacht und zeigen die 5 Schritte die zu einem professionellen Bild führen. Mit etwas Systematik und Übung gelingen so gute Fotos und man erhält das notwendige Wissen um die eigenen Bildideen besser umzusetzen.

Im ersten Teil dieser Serie geht es darum die richtige Beleuchtung für ein professionelles Foto zu wählen. Die Ausleuchtung des Motivs soll in der späteren Bildbearbeitung möglichst viele Optionen offen lassen damit man den Look des Motivs beeinflussen kann. Die Bildbearbeitung soll also nicht der Rettung von falsch belichteten Aufnahmen dienen sondern bei der Perfektionierung des gewünschten Ergebnisses helfen.

Professionelle Fotos zeichnen sich durch Ihre ausgewogene und kontrollierte Ausleuchtung aus. Das Ziel jeder Ausleuchtung ist es die Kontraste im Bild so zu kontrollieren das die Möglichkeiten des Kamerachips optimal genutzt werden.

Man versucht also mit Hilfe der kontrollierten Ausleuchtung den Unterschied zwischen Licht und Schatten so zu steuern das die Kamera alle Tonwerte des Motivs abbilden kann. Nur dann erhält man Bilddaten die für eine weitere Bearbeitung ideal geeignet sind.

Als Basis dient ein weiches und kontrastarmes Hauptlicht dessen Lichtrichtung entsprechend dem Motiv gewählt wird.

Um ein weiches Licht zu erhalten benutzt man entweder eine sogenannte Softbox, einen Durchlicht-Diffusor oder ein Lichtzelt bzw. Lichtwürfel.

Möchte man die Struktur des gewünschten Motivs herausarbeiten stellt man das Licht seitlich zur Objektivachse der Kamera auf. Je seitlicher die Beleuchtung ist umso stärker werden Materialstrukturen betont. Die Durchzeichnung der Schattenbereiches und damit des Kontrastes unseres Motivs lässt sich dann mit einem Aufheller oder Reflektor kontrollieren.

Eine gleichmässige Beleuchtung die dem sanften Licht an einem leicht bewölkten Tag ähnelt erreicht man mit einer Platzierung einer möglichst grossflächigen Lichtquelle über dem Aufnahmeobjekt. Für diese Art der Ausleuchtung ist ein Lichtzelt oder Lichtwürfel besonders praktisch da man damit das Motiv besonders einfach in Licht einhüllen kann.

Besonders reizvoll und plastisch wirkt ein weiches Gegenlicht welches von hinten schräg oben den Motivaufbau ausleuchtet. Diese Art der Grundbeleuchtung wird oft in der Food-Fotografie eingesetzt und bietet sich immer dann an wenn das Motiv von leicht oben fotografiert wird. Das Gegenlicht trennt das Foto-Objekt durch einen hellen Lichtsaum vom Hintergrund und verleiht dem Motiv räumliche Tiefe.